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2- Meine Vorbereitungen zur Königinnenzucht / Der Vorbrüter oder auch Anbrüter genannt

Der Anbrueter, als Zwischenglied bei der Aufzucht von Koeniginnen.

Um für die Aufzucht von Königinnen die Annahme einer größeren Menge Maden zu erreichen, habe ich mich schon früh für die Arbeit mit dem
Anbrüter entschlossen.

Frau Englert in Celle brachte uns bei einem Lehrgang in Celle die Grundbegriffe dieser Methode bei.

In der Skizze kurz ein paar Punkte, die man beim Selbstbau des Anbrüters beachten sollte. Einige
Ruck Zuck Kästchen, eine Entwicklung von Karl Pfefferle, hatte ich fr den Aufbau neuer Völker
damals in Verwendung. So ein Kasten bot sich, mit einigen Zusatzteilen versehen, direkt an, aus
ihm einen Anbrüter zu machen.

Wenn man genau hinschaut kann man die dicht gedrängten Pflegebienen erkennen.Leider sind die Aufnahmen von DIA´s rüber geladen und etwas unscharf. Zu gegebener Zeit werde ich sie durch neue Aufnahmen austauschen. Aber erst in der neuen Zucht Saison.

Ein vergrößerter Ausschnitt mit Blick auf die Pflegebienen

Hier eine Möglichkeit auch mit weniger Maden den Anbrüter zu benutzen. Die gelben Zellenträger sind mit Maden versehen, die Holz Zellenträger sind hier als Blindstopfen ohne Maden.

Diese Abbildung zeigt den Schieber, aber noch nicht ganz heraus gezogen.

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Vorab einige Zeilen zur Funktion des Schiebers.
Wir hier im Göttinger und Northeimer Gebiet waren Anfang der 80er Jahre sehr nahe am Gebiet in dem zum ersten Mal hier in Deutschland die Varroa auftrat. Wer es miterlebt hat weiß wie panikartig jeder darauf reagierte dass möglichst keine Bienen aus unseren und in unsere Kreisgebiete transportiert wurden. Nun unsere Zuchtgruppe konnte ja nicht einfach mit der Königinnenzucht aufhören. Wir hatten ja schon seit vielen Jahren Umlarvtermine auf unseren Bienenständen. Die Kollegen kamen mit ihren Anbrütern von weit her um sich hier Zuchtmaterial in Form von jungen Maden zu holen. In der bisherigen Form der Anbrüter war es aber unmöglich, zu verhindern, dass beim herausziehen der Stopfen, Bienen abflogen. Da die Kästen ja ganz schön gefüllt waren, waren auch immer gleich etliche Bienen, die das Weite suchten. Einer unser alten Züchter kam auf die glorreiche Idee, zwischen Stopfen und Bienen einen Schieber unterzubringen, der verhinderte das beim Stopfenwechsel, Bienen abflogen. So konnten keine Bienen mit Varroen abfliegen und die Varroa auf unsere Umlarv-Bienenstände bringen. Aber es war nur eine kurze Hilfe. Auf anderem Wege hat sie uns doch sehr schnell erreicht.
Ich jedenfalls habe das mit dem Schieber übernommen. Der Schieber ist bei mir aus 3 mm Plexiglas und mit einer Anzahl 3mm Löchern versehen. Der Kasten ist mit allem notwendigen (Bienen, Futter und Wasserwaben) versehen. Der Schieber ist eingeschoben, so dass keine Bienen abfliegen können. Nach der Beruhigungszeit und der Weiselunruhe wird belarvt, (bei mir umgesteckt). Das geht sehr schnell, da ich genügend Maden aus dem Jenter oder Nicot Verfahren zur Verfügung habe. Durch die Löcher in dem Schieber kann die warme und feuchte Luft bereits nach oben zu den belarvten Stopfen ziehen. Sind alle Stopfen mit Maden versehen, Isoliermaterial über die Stopfen, Deckel drauf und den Schieber langsam ziehen.Die Pflegebienen können nun mit ihrer Arbeit beginnen. Kein Loch mehr mit dem Daumen verschließen, kein Abfliegen von Bienen. Inzwischen habe ich festgestellt, dass diese Methode anderswo auch praktiziert wird
Wer den Schieber mit einbauen will, sollte den Schieber nicht stärker als 3 mm ausführen, um zu verhindern das Bienen abfliegen können.

In der Rubrik "Anbrüter für verschiedene Rähmchenmaße" habe ich die notwendigen Zeichnungen aufgelistet.
Da sind die verbindlichen Maße, die man einhalten sollte, eingetragen. Ansonsten kann jeder seine eigenen Vorstellungen mit einbringen. Für Verbesserungsvorschläge bin ich immer zu haben. Diese aber bitte in der passenden Rubrik veröffentlichen.
Beim Einsatz von Draht oder Kunststoffgewebe zur Belüftung, bitte darauf achten dass die Kreuzungspunkte bei verzinktem Gewebe punktgeschweißt, sind. Wenn nicht, besteht die Gefahr dass die Bienen mit ihren Beinen dort hängen bleiben und dann die Beine abreißen. Ob es so etwas in Kunststoff auch gibt weiß ich nicht. Ist aber bei dem Anbrüter in Kunststoffausführung auch nicht notwendig. Hier arbeite ich ja nicht mit AS.
Bitte die Füße des Anbrüters so ausbilden, dass der gesamte Drahtboden frei zur Belüftung ist.

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